Entschuldigung, da musste ich lachen.

Full-HD Video, (H.264, 1080p) 02.05 min., loop, DEU 2020

Es beginnt mit der Tagesschau, doch dann erstarrt der Bildfluss. Dann folgt ein klassischer Browserverlauf:

„Www.tagesschau.de“ wird aufgerufen und zielstrebig zu den Kommentarspalten navigiert. Hier löst sich der Nutzungsablauf von einem linearen Realismus: Kommentare erklingen, überlappen sich, die Textfelder rotieren und üvertrumpfen sich sowohl bildnerisch, als auch klanglich.

Die Äußerungen werden hierbei in einer zu Pointen zugespitzen Dramaturgie arrangiert; die Unsicherheit im Lockdown, Ansichten zu politischen Fehlentscheidungen, Anschuldigungen, die wiederum Gegenanschuldigungen treffen.

Der Schlagabtausch nimmt zusehens an Fahrt auf, das Interface stört und unterbricht die Aussagen, eine Stimme zählt Tage ab, bis der Verweis auf „Fortsetzung folgt“ im Interface der Tagesschau-Seite eingeblendet wird.

Am Ende bleibt ein irritierend ironischer Kommentar zur Einsamkeit.

It starts with the news, but then the flow of images freezes. We spot a classic browser narration:

„www.tagesschau.de“ is called up and navigated purposefully to the comment columns. Here the usage process breaks away from a linear realism: Comments sound, overlap, the text fields rotate and become visually as well as aural. The utterances are arranged in a dramaturgy that is pointed to a point; the uncertainty in lockdown, views on wrong political decisions, accusations that in turn make counter-accusations. The exchange of blows is picking up speed, the interface disturbs and interrupts the statements, a vote counts down days until the reference to „To be continued“ appears in the interface of the Tagesschau page. In the end, there is an irritatingly ironic comment on loneliness.